Mein Kommentar zu FDP: Nachdenken über Christian L. | ZEIT ONLINE

Christian L. zeit.de Eine Kolumne von Mely Kiyak

Sehr geehrte Frau Kiyaks,

Sie haben diesen Beitrag geschrieben und es vermittelt mir den Eindruck das Sie von Politik nicht viel verstehen. Selbstverständlich dürfen Sie, genau so wie ich, die eigene Meinung frei äußern. Nur bei sensiblen Themen wie der innerländischen Politik, ist eine gewisse Vorbildung notwendig.

Was wollen Sie mit diesem Beitrag erreichen?

Zu meiner Person: Ich bin seit 2008 in der Politik aktiv und habe es bis zur Kandidatur in den Bundestag 2012 geschafft. Ich weiß in Grundansätzen wie Politik funktioniert, bin involviert in diverse Prozesse. Seit vielen Jahren bin ich zusätzlich auch im Bereich Marketing, in eigener Sache, tätig. Alles was ich lese in Ihrem Artikel ist, klingt für mich, mit Verlaub, oberflächlich.

Die Glaubwürdigkeit Ihres Artikels ist für mich fraglich. Mein Tipp: Informieren Sie sich im Vorfeld über die Sachverhalte und bewerten dann solche Ereignisse.

Ich darf anführen, dass ich Herrn Christian Lindner persönlich seit 2009 kenne. Ich bin nicht mit allem einverstanden was er macht, jedoch ist er gut für die FDP und die Politik in unserem Lande. Er ist ambitioniert, offen und direkt in seiner Ansprache.

Ein keiner Crash Kurs für Sie:

Inhalte werden mit der Organisation und den Menschen die darin arbeiten, verknüpft. Die Wahlkampagne „muss“ über einen kurzen Wege die Essenz der (jeweiligen) Partei transportieren. „In der Kürze liegt die Würze“. Die Richtung ist wichtig, die Ziele einer Partei, die Leute erhalten so den Eindruck, welche Ziele wichtig sind und sind so ein Stück näher dran, an der Partein, vor allem an den Menschen dieser. Immer ein Stück näher.

Die Werbeagentur der FDP in Nordrhein-Westfalen hat meiner Meinung nach, einen guten Job gemacht.

Christian Lindner ist authentisch und trägt dies ebenso nach Außen. Das kommt gut an. Bei der Partei und bei den Bürgerinnen und Bürgern, deren Stimme zählt.

Wenn Sie in die Tiefe des ganzen Themas eingestiegen wären, sich persönlich vor Ort damit auseinander gesetzt hätten, könnte man Ihre Inhalte ernst nehmen. Da dies nicht so von Ihnen gemacht wurde, ist die Qualität aus journalistischer Betrachtung nicht befriedigend. Oder waren Sie doch persönlich vor Ort?

Ich empfehle jeder Leserin und jedem Leser sich näher mit dem zu befassen. Bilden Sie sich eine eigene Meinung um zu erkennen, ob dieser Beitrag gerechtfertig ist oder nicht.  Ich wundere mich, wie die Zeitung solch einen Beitrag veröffentlichen konnte. Nun ja, das ist nur meine Meinung.

Sehr geehrte Frau Kiyaks, wenn Sie diese Strategie verfolgen, um auf diese Weise Bekanntheit zu gelangen, befürchte ich, dass es sich langfristig nicht auszahlen wird.

Wenn Sie eine sachliche Argumentation mit mir führen möchten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Elke Wirtz 29.06.2017

Mitglied der FDP Bezirksverband Aachen

Medienberaterin und Unternehmerin

http://www.zeit.de/kultur/2017-06/christian-lindner-fdp-wahlkampf-inszenierung-kiyaks-deutschstunde